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Wolfsberger Mühle

Informationen zur Mühlen-Geschichte (Auszug aus den Unterlagen des Landeshauptarchives Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin):
Am 1. April 1635 wurde die Wolfsberger Mühle erstmals in einem Brief an den Tessiner Stadtrichter Hans Schweitzer urkundlich erwähnt. Seine königliche Hoheit verfügte in diesem Schriftstück, dass alle Tessiner ihr Korn nur in der Wolfsberger Mühle mahlen dürfen. Als erster Müller ist Caspar Schultz (1635 - 1637) nachgewiesen, der die Mühle von Hauptmann Samuel Blücher zu Gnoien gepachtet hatte. In dem Jahre 1639 wird die Wolfsberger Mühle Freischulzengehöft. Die ältesten Enzeldarstellungen des Gebäudedbestandes stammen vom März 1803. Die Gesamtanlage umfasst neben dem Mühlengebäude die Stallungen, Wohnbereiche, den großen Mühlenteich, den aus behauenem Feldstein gemauerten Hauptflussgraben und die beiden Wehr- bzw. Stauanlagen. Von der früheren Wolfsberger Mühle, ursprünglich Erbmühle, die zu Gramstorf gehört, stehen noch das Wohnhaus und die Wirtschaftsgebäude.

Die Mühle selber wurde 1932 bei einem Großbrand Opfer der Flammen. Angesicht der unverwechselbaren Landschaft war die Wolfsberger Mühle auch schon in vergangenen Jahrhunderten beliebter Ausflugsort. In einem historischen Zeitungsartikel (Juli 1918) ist Folgendes nachzulesen:

"Stadteigener Wald ist das Wolfsberger Holz im Norden der Stadt Tessin. Für sehr schöne Wege ist Sorge getragen. Einzigartig ist die Lage der Wolfsberger Mühle, einer Wasser- und Motorenmühle. Die Mühle ist von allen Seiten von Wald umgeben und liegt in einem ringsum geschlossen Talkessel, sodass sie von allen Seiten gegen rauhe Winde geschützt ist. Seit langem besteht der Plan, hier ein Sanatorium zu errichten, ein Plan, der sicher einmal Verwirklichung finden wird, weil derartig geschützte und von der Natur begünstigte Plätze sich nicht allzu zahlreich finden."

 

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